Olivenöl

Wir haben einen neuen Lieferanten für Olivenöl.

Das Thema Olivenöl ist ein sehr undurchdringliches.

Hintergrund – warum beziehen wir mehr oder weniger direkt von Olivenbauern?

Viele ernstzunehmende Olivenölproduzenten nehmen nicht teil an sogenannten Panels.
Der Grund ist, dass dort oftmals nicht zufällig Öle aus dem Handel getestet werden,
(“from the shelf” – “aus dem Regal”), sondern die Hersteller die Möglichkeit haben,
eine Flasche Ihrer Wahl zu schicken.
Dadurch ist natürlich fraglich, ob das, was nachher auf den Markt kommt, identisch mit dem getesteten ist.

Dann haben das Schweizer Olivenöl Panel und das Deutsche Olivenöl Panel 2021 die Anerkennung durch das IOC (International Olive Council) verloren.
Hintergrund war unter anderem die Durchführung von “Heimverkostung”.

Hier Details dazu:
Panels verlieren Anerkennung durch IOC

Bei soviel Unwägbarkeiten setzen wir auf Transparenz.

Bei unseren bisherigen Olivenölen handelte es sich um reinsortige
Öle, wo alles aus einer Hand kam.
Anbau, Verarbeitung und Abfüllung stammte aus einer Hand, der Familie Serrano-Lopez mit ihrer Finca Duernas aus Cordoba, Andalusien.
Zudem lagen uns die Analysen vor mit blendenden Werten.

Leider ist unser Importeur nicht mehr tätig.
Das ist ein Schicksal, dass in der Biobranche leider viele ereilt.

Was tun?

Wir haben einen echten Spezialisten, ja, ich möchte sagen, Freak für Olivenöl gefunden.

Der Importeur bezieht sein Olivenöl direkt von diversen Familien aus Griechenland, Italien und Spanien.
In jedem Jahr zur Ernte ist er vor Ort, um die besten Olivenöle zu finden.

Auf jeder Flasche steht der Produzent/Produzentin, die Herkunft und die Olivensorte.
Es gibt umfangreiche Analysen mit dem Anteil freier Fettsäuren, Polyphenolanteil, Peroxidzahlen und Wachsen.

Der Wechsel hat trotz des schweren Verlustes durch den alten Produzenten, Finca Duernas, einen Vorteil:
Wir können hier aus mehr hochqualitativen Olivenölen wählen, bei der immer gleichen Transparenz.

Den Anfang machen zwei Öle im Standard Sortiment plus eine Aktion.
Dazu später mehr.

Als loses Olivenöl, haben wir das Öl der Familie Gourniezakis von Kreta ausgewählt.
Es handelt sich um die Koroneiki Olive.
Das Öl hat einen Anteil freier Fettsäuren von 0,28%.
(Von Extra Native gefordert sind 0,8%)
Die Bewirtschaftung erfolgt ohne künstliche Bewässerung.
Für ein kretisches Öl ist es relativ wenig bitter und recht fruchtig.

Das andere, in Flaschen (zu 250 ml und 500 ml) verfügbare Öl stammt von der Familie Lombardo von Sizilien.
Es handelt sich um die Olivensorte “Nocellara del Belice”
Das Öl ist unfiltriert.
Das Öl hat einen Anteil freier Fettsäuren von 0,13%.
Hiermit können wir endlich ein sehr fruchtiges Olivenöl anbieten!
Seit Jahren möchten wir gerne fruchtige Olivenöle anbieten, aber es gelang uns nicht.
Ich kenne sehr fruchtige Olivenöle aus der südlichen türkischen Ägäis.
Jedoch gibt es keinen Importeur für diese Öle.

Bei entsprechendem Interesse können wir uns aus einem Fundus weiterer Öle bedienen, wie zum Beispiel das
“Masia Terrers” aus Bocairent, Valencia.
Es handelt sich um die Sorte Arbequina wie zuvor unser Öl aus Cordoba in der grünen Flasche.
Es hat aber einen gänzlich anderen Charakter.
Jenes aus Andalusien wurde sehr früh im Oktober geerntet, noch völlig grün, und hatte damit einen sehr
grasigen Geschmack.

Das “Masia Terrers” wir reif geerntet und ohne Kerne verarbeitet. Es schmeckt vollreif.

Ein weiteres wäre z.B. das “Gran Pregio” aus Apulien, Sorte ist Coratina.
Ein echtes Polyphenol-Monster mit 601 mg/kg!
Anteil freier Fettsäuren ist 0,12%.
Ich würde es nicht unbedint für Salate verwenden, wenn dann sehr fein dosiert.

Nun zur Aktion:
Vom “Masia Terrers” gibt es noch Bestände der Ernte 2021, deren Mindesthalbarkeitsdatum sich dem Ende neigt.
Das sollte aber in keiner Weise beunruhigen. Das Öl wurde unter Stickstoff abgefüllt, was eine noch längere Haltbarkeit
gewährt.

Warum ist dieses besonders interessant?
Gerade dieser Jahrgang ähnelt im Gegensatz zur aktuellen Ernte sehr dem anderen Arbequina Öl,
welches wir von der Finca Duernas angeboten hatten!
Ihr erinnert euch: die grünen Flaschen, sowohl die 250ml, 500ml, als auch die Literflasche Legio X.
Wir können es für € 4,90 für die 250ml Flasche anbieten!
Wer dieses also vermisst, kann hier noch mal sehr günstig zugreifen!

Wie ihr seht, könnt ihr euch darauf verlassen, eure Lebensmittel bei uns immer sehr sorgfältig ausgewählt zu bekommen.
Unsere Vorauswahl der Produkte gewährt euch immer die Sicherheit in wirklich sinnvolle Produkte investiert zu haben.

Neue Öffnungszeiten

Wichtig!

Liebe Kunden,

zum 27.03.2023 ändern sich unsere Öffnungszeiten:

Dienstags bis Samstags von 10:30 bis 18:30 Uhr

Montag, der 27.03.2023 ist also der erste Montag, an dem unser Geschäft geschlossen bleibt.

Wir freuen uns auf euch!

Das Team von Pur – loses & feines

Wenn schon Bio, dann unverpackt!

Wir wären gerne weiter für euch und uns da, bei Pur!

2022-alle Mitarbeiter Pur

Was ist seit dem letzten Logbucheintrag passiert?

Nach dem Aufruf Ende November 2021, habt ihr uns im Dezember den besten Monat aller
Zeiten beschert, aber danach direkt im Januar, also noch vor dem Ukrainekrieg, ist
alles dermaßen weggebrochen, dass die 7.000 mehr im Dezember schon wieder bis Ende März fehlten.
Wir hatten das ganze Jahr 2022 einen monatlichen Umsatz wie acht, neun Monate nach unserer Eröffnung,
also wie ca. Mai 2019!
Wir haben jetzt ca. 20.000 weniger Umsatz als letztes Jahr (das ja auch schon nicht gut war).
Das sind ca. 10% weniger als letztes Jahr. Wenn der Dezember so läuft, wie ich es momentan einschätze, werden wir auf ca.
minus 15% kommen.

Vielleicht klingt das nicht viel im Vergleich zu anderen Branchen, aber wir hatten, da wir vor den Krisen neu waren,
praktisch nur Wachstum bis zur Baustelle, die uns 10 Monate nach Eröffnung traf.
Wir haben die Kundenfrequenz bis dahin nie wieder übertroffen.

Die Kundenfrequenz:
2019, 42,45 Kunden/Tag
2020, 40,95 Kunden/Tag
2021, 36,18 Kunden/Tag
2022, 30,2 Kunden/Tag

Wie konnten wir überhaupt durchhalten?

Der Durchschnittsbon ist kontinuierlich gestiegen.
Wir hatten stetig auf den Ausbau des Sortiments gesetzt.
Der Kern der Stammkunden, die kontinuierlich kommen, hat sein Leben einkaufstechnisch nachhaltig umgestellt.

Wenn wir nur die Kundenfrequenz vom ersten Jahr hätten, wäre alles nicht nur gut, sondern super!

Wir haben rechtzeitig auf ein Warenwirtschaftssystem umgestellt.
Das war uns Dank eines Wettbewerbs und Förderung des Landes NRW möglich.
Somit habe ich viel Zeit darauf bedacht, die Bestellungen sehr akribisch und feinmaschig durchzuführen.

Wir haben die Steuererklärungen hinausgezögert, da wir die Steuern für das relativ gute Jahr 2020 nicht hätten bezahlen können.
Diese sind jetzt im Januar fällig.

Ich habe privat kaum Ansprüche. Miete ist niedrig, Familie gibt es nicht.

Die Kolleginnen waren sehr nachsichtig, was Lohnzahlungen angeht.
Ich habe tröpfchenweise zahlen müssen.

Meine mittelfristige Planung sah vor sich die Entwicklung bis Ende Februar anzuschauen,
um dann gegebenenfalls strukturelle Veränderungen vorzunehmen.
Die höchste Priorität hierbei hat, nach Jahrzehnten der Schuldenmisere nicht wieder dort zu landen.

Das würde heißen:
Damit der Laden noch so lange bestehen kann, wie ich Kredite abzuzahlen habe, nämlich 2-3 Jahre,
um ohne Insolvenz aus der Sache rauszukommen, müsste ich folgendes tun, um den Laden alleine
weiterführen zu können:
– Alle Mitarbeiter entlassen.
– Die Öffnungszeiten erheblich einschränken.
– Das Sortiment erheblich verkleinern.

Alles schlimme Dinge, und es wäre natürlich nicht mehr der Laden, den wir wollten.

Jetzt sieht es so aus, dass ein Überleben bis Ende des Jahres schon fraglich ist.

Ohne Aufrufe und ohne euch geht es nicht.
Wenn ab sofort kein Weihnachtsgeschäft bei uns einsetzt, ist es vorbei, weil wir zahlungsunfähig sind.
Wenn von denjenigen, die durch diesen Aufruf kommen, nicht wenigstens ein Teil auch nachher weiter kommt,
sieht es in einem Vierteljahr wieder so aus.
Jeder/jeder, die einmal hier waren, z.B. letzten Dezember, sollten sich überlegen, ob es nicht lohnenswert wäre,
wieder zu kommen.
Jeder, jede, die sich keinen Schubs gibt sollte im Kopf haben, dass das vermutlich alle anderen auch so machen und wir
uns daher nicht mehr halten können.

Jeder, der meint, dass das ein guter Laden ist, sollte das zeigen, indem er wieder kommt.

Es war eine schöne und sinnvolle Lösung für uns alle.

Das Schlimme ist, dass die meisten Gründe, die dafür verantwortlich sind, dass es nicht besser läuft, Dinge sind, die meiner Meinung nach irrational sind oder mit Bequemlichkeit zu tun haben.

Vor-Urteile:

unhygienisch:
ständige Desinfektion aller Oberflächen, Arbeitsgeräte etc.
Entnahme der Ware größtenteils unter “Aufsicht” im Gegensatz zum Supermarkt.

teuer – nein, billiger als alles Verpackte in Bioläden, zum Teil auch als in den Drogerien oder Supermärkten.
Dabei fast immer höhere Qualität.
Es gab kaum Preissteigerungen im Bio Trockensortiment.
Dieser Bereich war in Relation noch nie so billig wie jetzt!
Kein Dünger, Pestizide aus Russland.
Konventionell ist teurer als man denkt, denn es wird oft staatlich subventioniert.
Wer zahlt die Subventionen? Die Bürger mit Ihren Steuern.
Bio Landwirtschaft müsste eigentlich subventioniert werden, weil sie z.B. unsere Umwelt nicht zerstört.

Ich habe jetzt mal die Preise der losen Ware online gestellt.
Bitte gucken und kontrollieren, statt einfach anzunehmen, wir seien teuer:
Preise, lose Ware, gültig KW32-33

wenig Auswahl – über 1.200 Produkte
Es ist klar, dass wir mangels frischer Ware nicht der einzige Laden sind, der angesteuert wird.
Aber genau deswegen kann man doch einen Einkauf haltbarer Lebensmittel alle 4-6 Wochen bei uns
einplanen.

jetzt kommt noch: 
Zu schön zum Einkaufen
www.zeit.de

Wir sind aber wirklich fies und hinterhältig!

Das ist wirklich die Krone der Ausreden. Na gut, dann fahren wir halt alle vor die Wand, weil wir uns nicht trauen, mit einer farbbeklecksten Hose einkaufen zu gehen….

Da ist immer noch ein kleiner Funke Hoffnung in mir, weil ich weiß, dass es theoretisch funktionieren würde.
Einfach nur die Kundenfrequenz vom Anfang, 40 Kunden am Tag, und alles wäre gut.

Ich finde, dass wir überdurchschnittlich gut sind. Von den ursprünglichen Motiven her, die so einen Laden besuchbar machen (wenig Müll, hohe Qualität), würde es unter normalen Umständen funktionieren, und ich fände es mehr als verdient.
Blöd ist nur, dass die ursprünglichen Gründe für die Motive immer noch existieren, nur nicht mehr Beachtung finden.

Jeder x-beliebiger Imbiss hat mehrere Hundert Kunden am Tag, Bäcker teils über 1.000, ein Bioladen 300-600.
Es muss doch möglich sein in einer Großstadt 40 Kunden am Tag zu bekommen?!

Und jetzt: aufwachen, nachdenken

Wir waren zu Anfang voll im Trend:
Alle haben gesagt, “das ist die Zukunft”
Auch Menschen, die mit dem was wir tun nichts zu tun haben, weder geschäftlich, noch vom Einkaufsverhalten.

Plötzlich hat sich alles um 180 Grad gedreht.
Wir sind voll aus dem Trend.
Die alten Probleme sind aber nicht verschwunden.
Im Gegenteil: Wir produzieren seit Corona 20% mehr Müll.

Leute, wir fahren bis kurz vor die Wand.
Wir müssen z.B. auf kleinbäuerliche Landwirtschaft setzen.

Demnächst gibt es eine handvoll Großmonopolisten, die uns Weizen liefern.
Dann geht etwas schief (Schiff liegt quer, Krieg etc.),
und die kleinen Landwirte von denen wir unser Getreide bestellen, wird es dann nicht mehr geben.

Wer entscheidet das?

Im Zweifelsfall, nur der Konsument, also ihr!

Am Anfang teurer ist meistens am Ende billiger.

Es ist für uns alle besser.

Und nochmal:
Wir haben nur ganz wenige Preise erhöht.
Bio Trockensortiment war im Verhältnis noch nie so billig.

Da sieht man mal, dass klug wirklich klug ist.
Konventionelle Lebensmittel sind im Preis gestiegen.
Die brauchen ja auch Dünger und Pestizide aus Russland!

Was spricht also wirklich dagegen zu uns zu kommen?
Einige unsere Kunden ächzen sicher auch unter der Inflation und den Preissteigerungen,
aber für die meisten, denke ich, ist es eine vage Einschätzung:
Bio ist teuer, unverpackt sowieso und das andere: Bequemlichkeit.

Und die wird uns alle irgendwann umbringen.

Also gebt euch einen Ruck und kommt mall alle paar Wochen vorbei.
Das nächste mal am besten ab dieser Woche.

Alles Gute,
Cem

Was ist besser als ein Angebot für eine Flasche reine Granatapfelessenz?

Wir mögen da etwas eindimensional erscheinen, aber wir sagen:
Ein zusätzliches Angebot für zwei Flaschen Granatapfelessenz!

Eine Flasche, 250 ml, € 11,90 statt €14,90

Zwei Flaschen zusammen € 19,80

Das ist eine tolle Gelegenheit für ein sehr attraktives Geschenk.
Denn die Essenz ist super intensiv, so dass man wirklich lange etwas davon hat.
Sie ist auch geöffnet zwei Jahre haltbar.

Anwendungsbeispiele?
Natürlich über den Salat.
Oder über den Couscous, über Feta, Auberginen darin einlegen, Rezept Persisches Huhn, als Erfrischungsgetränk mit Mineralwasser aufgießen, für Cocktails, an Eintöpfe, bei denen man eine fruchtig-saure Note wünscht…usw.

Von “Ben Organic”, dem einen oder anderen bekannt von einem unserer Granatapfelsäfte, bieten wir seit einiger Zeit dieses Produkt an.
Es besteht zu 100% aus dem Saft des Granatapfels, keine Schale, Membran etc, keine Zusätze, 100% Bio, natürlich.

Hier sind zwei Videos, die es euch etwas näher bringen sollen. Herstellung im traditionellen Verfahren, Verwendungstipps etc.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Übrigens haben wir ja auch den wie im ersten Video zu sehenden, mit Füßen gestreichelten Granatapfelsaft aus Kernpressung.

Hier mehr Hintergrund und gegen Ende des Videos, ca. ab Minute 6:40, Tipps für Rezepte.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Unser Partner und wir sind die einzigen Händler in Deutschland, die sie anbieten. Und scheinbar immer noch auch die einzigen,
die überhaupt eine in Bio Qualität anbieten!

Der Preis liegt normalerweise bei € 14,90.
Wir haben uns mit unserem Partner zusammen getan, um ein spektakuläres Angebot zu machen, und bieten sie für

eine Flasche, 250 ml, € 11,90

Zwei Flaschen zusammen für € 19,80
an

Hallalujah und Heureka!

Komm rein, hol’s raus!

Fairtrade Cashews

Wir haben uns entschieden die ganzen Cashew Fairtrade anzubieten (Bio sowieso).

Bisher waren unsere Cashews immer Direktimporte unserer Lieferanten, in der Regel aus Brasilien, manchmal auch aus Togo.
Sie kamen aus den Ursprungsländern direkt hier hin.
Also keine Ware, die erst nach Vietnam zum Verarbeiten verschickt wurde.

Wir wollen aber jetzt gerne einen Schritt weiter gehen.
Das heißt, dass die Cashews auch teurer werden.

Fairtrade ist für einen Laden wie uns zur Zeit noch schwierig, weil wir in der Regel den Preisaufschlag zum
großen Teil selber tragen.
Der Marktanteil Fair gehandelter Produkte beträgt etwa 1%.
Es ist nicht einfach, vielleicht auch gerade in unserer Region, einen höheren Aufpreis
durchzusetzen.

Dachten wir zumindest bis jetzt.
Aber wir wollen es mit euch zusammen probieren.

Dies realisieren wir mit unserem Partner “FairFood Freiburg”.
Fairfood Freiburg konnte die Preise senken und wir geben auch einen Teil unserer Marge ab.

Wir erhöhen den Preis von € 2,49 zunächst auf € 2,79 als Einstiegsangebot.
(Danach wird er tendenziell auf € 2,99 gehen) Wir sind bei € 2,79 geblieben! Damit liegen wir aber immer noch einiges unter Rapunzel zum Beispiel. Wir finden, wenn man betrachtet, wie jede einzelne Nuss per Hand geknackt wird, wie in den Videos zu sehen, ist die Arbeit auch unter Fairtrade schon hart genug. Hier ist der youtube-Kanal von fairfood Freiburg: https://www.youtube.com/channel/UCjCHVpCjBoP5qKjI6mX5Skg

Ich empfehle für einen guten Überblick erst mal diesen Text: https://www.fairfood.bio/kooperative/7/burkina-faso

Oder dieses Video:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Wir haben bereits einige tolle Produkte von fairfood Freiburg in unserem Programm, wie ihr vielleicht wisst:

Freiburger Nussmix
Cashewkerne Rosmarin & Thymian
Nussmix-Mus (Cashew, Paranuss und Mandeln, alle Fairtrade)
Haferdrinkpulver
Nuss-Bolognese
Pasta-Topping

Das Unternehmen “fairfood Freiburg” ist für uns ein Vorzeigeunternehmen.
Nicht alle Startups aus dem unverpackt Segment glänzen mit allen uns wichtigen Aspekten.
Bei fairfood Freiburg stimmt aber einfach alles:

Qualität und Geschmack
Nachhaltigkeit (Pfandgefäße)
Professionelle Abwicklung und Logistik
Bio
Fairtrade

Team Pur

Kein “G” nur komm!

Als Lebensmittelgeschäft, und damit als Geschäft der Grundversorgung, existiert bei uns keine 2G oder 3G-Regelung.
Kommt kulinarische Weihnachtsgeschenke kaufen!

Alles auf die letzte Karte gesetzt – mangels Alternativen

wir brauchen euch und das Weihnachtsgeschäft wirklich jetzt.
Der Oktober war katastrophal. Deutlich schlechter als die beiden Jahre zuvor.
Der November war auch schlechter als beide Jahre zuvor.

Nachdem auch alle privaten Möglichkeiten versiegt sind, sich Geld zu leihen, war die letzte Chance am Weihnachtsgeschäft teilzuhaben, um wenigstens ca. 50% der neuen Schulden abzubezahlen.

Das letzte Quartal ist im Handel normalerweise die beste Zeit.

Jeden Tag denkst du, naja, das war heute nichts, aber morgen dann hoffentlich.

Diese Woche war schlecht, es fühlte sich an, als sei das Weihnachtsgeschäft schon zu Ende.

Ich sag’s ganz deutlich: Wenn ihr jetzt nicht mehr kommt, wird höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr nicht mehr mit uns zu rechnen sein.
Das ist eine ganz logische Schlussfolgerung.
Wir haben für euch und uns schöne, beste Ware eingekauft, und die muss bezahlt werden.
Wenn sie nicht gekauft wird, kann sie von uns nicht bezahlt werden.
Dann sind wir zahlungsunfähig.

Allerletzte Hoffnung sind diese letzten Tage vor Heilgabend.
Wenn ihr dem (kleinen) Einzelhandel von nun an eine Absage erteilt – nun, dann ist es so.
Dann hat sich die Welt hier eben radikal geändert.
Aber wisset, es ist wirklich die letzte Chance für uns.
Denn, dass ein Januar oder Februar ähnlich gut sei wie ein Dezember, ist quasi utopisch.
Die nächsten 4-5 Tage entscheiden alles.
Ehrlich! Ich kenne die Zahlen.

Wir haben Werbung gemacht.
Wir haben Ware eingekauft aus allen Bereichen. Feinkost, Wein, (vegane) Bienenwachstücher.…
Wie willst du dich retten, wenn die Kunden zum Jahresendgeschäft kommen, und du hast nichts?
Eben.


Wir haben interessante Geschenke en masse!

 

Ich möchte mich an dieser Stelle auch mal bedanken. Und zwar von ganzem Herzen bei denjenigen treuen, Kunden, die nie gejammert haben, weil es weit oder anstrengend wäre.
Menschen, über die andere urteilen würden, sie seien hart zu sich selbst.
Aber diese haben immer ein Lächeln auf dem Gesicht und sie geben überhaupt nicht den Anschein, als wäre es anstrengend!
Und durch eure Freundlichkeit habt ihr auch gezeigt, dass eine andere Art, ein anderes Leben, Welt möglich wäre.

Ich wünschte, ich wäre hier oder da entspannter gewesen, um das mehr zu feiern und zu würdigen.

Liebe Grüße,

Cem und Team
Pur – loses & feines

Weine bei uns

Heute wollen wir euch unsere Weine vorstellen.

Wir denken wir haben eine Auswahl gefunden, bei der wir für jede Gelegenheit einen passenden Wein haben.

 

Wein ist nicht besonders ökologisch.
Trauben gehören zu den meistgespritzten Lebensmitteln.
Die Böden werden ausgelaugt, Schwefel und Kupfer hinzu gegeben, die Böden werden durch das ständige Ausfahren von Dünger und Pflanzenschutzmitteln mit dem Traktor verdichtet.
Deswegen meinen wir, wie bei einem anderen Luxusprodukt, unserem Kaffee:
“Muss” ich für ein Luxusprodukt, ein Produkt, welches eben kein Grundnahrungsmittel ist, eines kaufen, bei dem die Natur ausgebeutet wird?

Oder geht das auch besser?

Die Antwort kam vom Weingut Galler.
Mit ihnen haben wir einen sehr interessanten Partner gefunden, bzw. eigentlich sie uns.
Das Weingut Galler, ein kleines familienbetriebenes Unternehmen an der Weinstraße in Kirchheim in der Pfalz, im Leiningerland, baut seit 2012 ausschließlich neue, pilzwiderstandsfähige Rebsorten, sogenannte Piwis an.
Eine Nische, und das sind wir ja auch.

Ihre Philosophie ist: “Purer Genuss aus glücklichen Trauben.“
Piwi war der Anfang, Bio war der Folgeschritt.
Sie bauen jetzt die dritte Generation von Piwis an.
Seit 2015 sind sie Bioland zertifiziert.
Im Weinführer Eichelmann 2022 mit zwei Sternen ausgezeichnet.

Die Weine sind vegan und und ohne Schwefel behandelt.
Zudem sind die weißen histaminarm.
Für den Sauvignac liegt uns die Analyse mit < 0,25ml/l Histamingehalt vor.

Was sind Piwi Weine?
Piwi sind neue. pilzwiderstandsfähige Rebsorten.
Hier werden traditionelle europäische Rebsorten, die den guten Geschmack liefern, gekreuzt mit amerikanischen
oder asiatischen Rebsorten, die nicht gut schmecken, aber widerstandsfähig gegen Pilze sind, wie dem Echter und Falschen Mehltau.

Die Vorteile des Piwi Anbaus:

Ökologisch:
Weniger Energieaufwand und weniger CO₂-Emissionen
Mehr Umweltschutz & Nachhaltigkeit durch Schonung der Natur
Bester CO₂-Fußabdruck im Weinanbau

Ökonomisch:
Geringere Produktionskosten
Reduzierung von Energieaufwand und Bodenbelastung
Erhöhte Anbausicherheit

Zukunftsweisend:
Nachhaltiger Weinbau mit Zukunftsperspektive
Doppelt „Öko“ (ökologisch+ökonomisch)
Win-Win für Natur-Winzer-Konsumenten

Das einzige Problem:
Es handelt sich um neue Rebsorten, die den Kunden nicht bekannt sind.
Viele Winzer und Großhändler trauen sich nicht, da die Rebsorten nicht bekannt sind.
Die Winzer sagen: “Fangt ihr an”, die Händler sagen “ne, fangt ihr an!”

Wir stellen vor,
zwei trockene Weißweine aus der Rebe Sauvignac,
einen Dessertwein der Rebe Muscaris,
einen roten Jahrgangswein, ein Cuvée aus den Rebsorten Cabernet Cantor und Cabernet Cortis,
und zwei Sekt aus der Rebe Sauvignac.

Rebe Sauvignac:
von Valentin Blattner gezüchtet.
Eine Kreuzung aus Sauvignon und Riesling und einem nicht näher bekannten Resistenzpartner.
Noch nicht klassifiziert.

Daher steht auf dem Etikett auch “Versuchsanbau”

 

Sauvignac QbA trocken, Edelstahlfass, € 10,-
13% Alkohol
< 0,25ml/l Histamingehalt

Hier eine Beschreibung von unserer Mitarbeiterin Diana, die hier als Sommelier auftritt.
Der beste Gaumen im Laden, gefolgt von meinem:
Optik: schöne, satte Farbe
Nase: fruchtig, süß, Duft nach Erdbeeren, Apfel, Zitrusfrüchten
Geschmack: erfrischend, sehr trocken, gerade, keine Spritzigkeit, fruchtig, Äpfel und Zitrusfüchte.
Fazit: Ohne Schnickschnack.
Ein guter Begleiter mit Tiefe und Länge zu Fisch und hellem Fleisch und natürlich veganen Speisen mit heller Soße.
Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Und die Info auf der Rückseite passt super:
Modern… Der Wein ist sehr geradlinig.

aus dem Premium Segment:
Feodora -Sauvignac QbA trocken, € 17,-
Großes Gold beim internationalen Piwi-Weinpreis 2021
Spontanvergärung
Eichenholzfässer, Barrique-Fässer
Der Wein erhält seine Gelbfruchtigkeit vom Sauvignon.
Sauvignac reagiert gut auf Sonne.
Die Beeren in der Sonne werden leicht rosafarben,
die abgewandten Trauben sind grün.
Es wird ein “Laubwandmanagement” betrieben, bei dem ein Teil der Blätter entfernt wird, um für einen gesunden Mix zu sorgen.
Insgesamt bleibt der Sauvignac lange am Stock.
Sein Säuregerüstet erhält er vom Riesling.
Es ist ein langer Wein, trocken.
Vorrangig sind die Sauvignac zur Essensbegleitung geeignet aber besonders der Feodora auch solo zu trinken.
Restzucker: 1-2 Gramm
Wein ist durchgegoren
97-98 Grad Öksle
ca. 12% Alkohol
Deutlich exotischer, fruchtiger und komplexer im Geschmack als der Sauvignac QbA trocken.

Bei dem roten haben wir auch einen aus dem Premium-Segment gewählt, da wir in der Mittelklasse schon 
einen anderen guten haben,

den Primitivo Ruminat (€ 9,90)

den Cuvée Catharina QbA trocken unfiltriert, € 28,-
ein Jahrgangswein, also nicht immer zu haben
würzig, kräftig, beerig
35 Tage auf der Maische spontan vergoren, 28 Monate im kleinen Eichenfass gereift, biologischer Säureabbau, unfiltriert.
Gold beim Piwi-Weinpreis 2021

Emich, Muscaris Auslese lieblich, 0,5 Liter, € 12,-
(Kreuzung aus Solaris und Gelber Muskateller)
Geschmack: gelbfruchtig, Honig, kräuterig, dabei filigran. Ein Dessertwein, der nicht quietschig ist, gut zu
Käse beispielsweise.

Sekt:
Sauvignac Sekt b.A. extra trocken, € 18,-
Frisch, exotisch-fruchtig
11 Monate auf der Hefe gereift
in meiner Sommelier-Sprache: “astrein, geil!”
Trocken, nicht zu viel Säure.

Feodora Sekt Sauvignac b.A. brut, € 20,-
maximal 15g/l Restzucker
drei Jahre auf der Hefe gereift
War eigentlich eine Fehllieferung, daher haben wir ihn noch nicht probiert.
Die erste Kundin sagt, “echt trocken, aber wirklich toll” und hat noch zwei Flaschen gekauft.
Wir warten noch auf Feedback weiterer Kunden und werden spätestens am Wochenende, wenn hoffentlich viele von
euch zum Geschenke kaufen kommen, einen köpfen!

Bio Fakten:
Zwei mal im Jahr wird gespritzt, das sind 50-100g Kupfer (im Gegensatz zu bis zu 20 mal im konventionellen Weinbau), meistens vor und nach der Blüte.
Theoretisch wäre es evtl. auch ohne Pflanzenschutz möglich. Der Wein soll aber diese leichte Unterstützung
bekommen, um noch viele Jahre widerstandsfähig zu bleiben.

Insgesamt geht es aber um ca. 80% Einsparung
Einsparung an:
Pflanzenschutzmittel
Wasser
Treibstoff (bis zu 500 Liter pro Hektar, die nicht ausgefahren werden)
hinzu kommt die Bodenschonung

Es gibt viele weinbauliche Gründe auf diese Rebsorten zu setzen.
Auf Grund der klimatischen Veränderungen, ist es absolut sinnvoll auf diese neuen Rebsorten
zu setzen.

Piwi?
Die schmecken doch nicht?
Doch, sie brauchen sich vor keiner bekannten Rebsorte zu verstecken.
Es sind richtig gute Weine!
Also, mutig und neugierig sein, und neue Weine von neuen Rebsorten, den Piwis entdecken!
Der Erfolg des Riesling ist auch nicht vom Himmel gefallen.
Toller Geschmack, nachhaltig, zukunfts- und enkeltauglich, wie Ansgar Galler sagt.

kleiner Exkurs in die Bio Bestimmungen

wir haben es wieder geschafft – ohne Abweichung.
Das neue Bio Zertifikat ist da!
Gültig vom 17.11.21 bis 31.01.23
Hier das aktuellere:
War diesmal sogar ein bisschen billiger, weil wir besser geworden sind *grins*
Na, konkret, wir haben ja jetzt eine Warenwirtschaft mit kompletter Rückverfolgbarkeit, und müssen dann mit dem Prüfer*in nicht so viele Ordner mit Lieferscheinen durchwälzen.
Bei vielen Dingen aus dem Biobereich existiert nur oberflächliches Wissen – ich musste das auch schon bei Profis feststellen.
Was ist wann Bio, was darf drin sein, wann darf man es Bio nennen etc.
Mann kann auch nicht alles wissen (öhm, ich auch nicht), oft schadet es auch nicht.
Manchmal werden die Dinge aber natürlich transparenter und daher folgt hier ein kleiner Exkurs in die Bio Bestimmungen.
In der Bio-Kette müssen alle beteiligten Unternehmen Bio zertifiziert sein.
Es gibt zwei Ausnahmen:
1. Der Spediteur: Er muss nur gewährleisten, dass die Bio Ware während des Transports (oder im Lager) nicht kontaminiert werden kann, beispielsweise durch konventionelle
Lebensmittel, die sich im selben Fahrzeug befinden. Platt gesprochen, dass die konventionellen Äpfel nicht in die Biokiste rollen.
2. Die Händler, die VERSCHLOSSENE, also verpackte Bio Lebensmittel an Endkunden abgeben.
Das heißt, dass also ein Lebensmittelhändler verschlossene/verpackte Bio Ware verkaufen darf, auch wenn er/sie nicht Bio zertifiziert ist.
Also, das Marmeladenglas mit dem Biozeichen darauf.
Wer jedoch lose Bio-Lebensmittel verkauft, hat den Schritt der einfachen Verarbeitung erreicht, und darf die Ware nur dann Bio nennen (oder Biozeichen verwenden), wenn er/sie Bio zertifiziert ist.
(dazu gibt es natürlich verschiedene Kontrollpunkte).
Das betrifft auch jegliche Schlagworte, die auf eine biologische Herkunft hindeuten, wie:
Bio, biologisch, organisch/organic, kbA (kontrolliert biologischer Anbau), öko, biologische/ökologische Herstellung.
Das ist auch einer der Gründe, warum in Supermärkten Bio Ware verpackt ist!
Damit sie nicht von konventioneller Ware kontaminiert werden kann bzw. mit konventioneller Ware verwechselt werden kann.
Das ist der zweite Teilaspekt, warum die Folien in den Supermärkten um die Ware ist.
Damit die KassiererInnen sie nicht verwechseln. (kostet ja mehr an der Kasse).
Jeder nicht zertifizierte Händler kann natürlich Bio einkaufen, darf sie dann aber nicht als Bio verkaufen (ausloben), wenn sie lose ist.
Da wir im Angebot für unsere Kunden immer transparent und weitgehend konsequent sein wollten, war für mich immer klar, dass alles Bio sein sollte.
Überall gibt es Ausnahmen, und diese sind bei uns zur Zeit vier Produkte:
 
– einer von drei Granatapfelsäften (verschlossen)
Warum haben wir den? Weil er der beste ist. Er ist aus reiner Kernpressung.
 
– ein Dortmunder Honig (verschlossen).
Warum haben wir den?
Viele Kunden wünschen einen regionalen Honig. Das soll einen positiven Effekt auf Allergien haben.
Städtischer Honig kann praktisch nie Bio sein, da ein bestimmter Abstand zu Autobahnen eingehalten werden muss.
Dennoch ist städtischer Honig oftmals weniger belastet (es kommt darauf an!), wenn er z.B. von Bienen stammt, die den einen oder anderen Balkon anfliegen, wo nicht gespritzt wird.
 
– die Feinkostaufstriche von Astarte. Hier habe ich mich aber überzeugt, dass alle Zutaten Bio eingekauft wurden.
Der kleine Betrieb ist nur nicht Bio zertifiziert. Da dies ein verarbeitender Betrieb ist (Herstellung) ist der (finanzielle) Aufwand hier höher, als bei einem Händler wie mir, und das können sehr kleine Manufakturen am Anfang manchmal noch nicht leisten.
 
– ein Olivenöl des Familienunternehmens
“Finca Duernas” aus Cordoba, Andalusien, Spanien.
Es handelt sich um das Öl “Cuisine”. Alle anderen sind Bio zertifiziert.
Hierzu gibt es mehr zu erzählen und ich werde das in einem separaten Post tun.
Nur in Kürze hierzu:
Der Hügel, oder Olivenhain, von dem dieses stammt befindet sich noch in der Umstellung. Die Bio Zertifizierung ist noch nicht durch.
Das ist in diesem Fall kein Grund zur Besorgnis, wie ich in einem weiteren Post erläutern werde.
 
Diese Produkte sind bei uns auch gekennzeichnet mit “nicht Bio”.
Sonst ist also alles Bio bei uns, was Bio sein kann (Salz z.B. kann nicht Bio sein, liegt ja Jahrmillionen rum).
Die Ware der HändlerInnen, die in Bioqualität eingekauft wurde, aber nicht als Bio ausgelobt wurde, wird dann natürlich an sich nicht schlechter (außer bei Kontaminierung mit konventionellen Produkten), es fehlen nur einige Kontrollpunkte, die ansonsten überprüft würden und es wird natürlich dann unübersichtlich für die Kunden, wenn auch konventionelle Waren eingekauft und verkauft werden, keine Kennzeichnung dieser existiert oder keine Trennung im Lager.
Zudem kann die Frage “ist das Bio?” eigentlich nicht bejahend beantwortet werden.
Die Händler dürfen die Bio Ware wie gesagt verkaufen, nur nicht Bio nennen.
Das ist tatsächlich ein geschützter Begriff.
Also, sind wir bei Pur – loses & feines bis Januar 2023 wieder im “grünen Bereich” :-)).

Wir haben einige Neuheiten!

Hier ein Schnellüberblick

Einkaufs-Aktion zum Klima-Streik

no planet B
Am Freitag, den 24.09.2021 findet der Klima-Streik auch in Dortmund statt.

 

Westpark, 16 Uhr,
Vinckeplatz, 16 Uhr,
Hansaplatz, 17 Uhr

 

Ein wichtiger Tag, um noch mal ein Zeichen zu setzen.

 

Damit ihr eine Möglichkeit habt beides zu vereinbaren, haben wir uns Folgendes ausgedacht:

 

– Wir haben normalerweise bis 20 Uhr geöffnet, verlängern dies am Freitag bis 21:30 Uhr

 

– Jede Person, die auf die Demo geht, erhält am 24.09.2021
20% Rabatt auf alle losen wiegbaren Lebensmittel.

 

– Damit ihr eure Einkäufe auch transportieren könnt (und nicht Gläser und Ähnliches schleppen müsst), verkaufen wir die Naturtasche (Bio Baumwolle) zum Einkaufspreis plus Steuer:
18×18 cm 2,50 statt 3,60
20×26 cm 2,74 statt 3,80
26×36 cm 2,98 statt 4,00
32×46 cm 3,93 statt 5,50

 

– Ihr könnt gerne eure Einkäufe bei uns im Geschäft parken und nachher abholen.

Was soll ich wählen, um Müll zu verringern?

In der Innenstadt West von Dortmund haben bei den letzten Kommunalwahlen 40% Grün gewählt.
Wir haben nicht mal 3% der Grünen-Wähler dieses Viertels als Kunden.
Dein Kassenbon ist dein Stimmzettel. Du musst nicht auf die Erfüllung von Wahlversprechen warten.
2018 betrug der Verpackungsmüll in Deutschand pro Kopf 227 kg. Auf den Endverbraucher kommen 108 kg.
In der Corona-Zeit hat der Müll ca. 20% zugenommen.
Wir schätzen, dass du deinen Verpackungsmüll auf ein Viertel reduzieren kannst, wenn du auch unverpackt einkaufst.
Wir glauben auch, dass du dich gesünder, leckerer und bewusster ernährst. Bewusster heißt auch, dass du weniger Lebensmittel wegschmeißt, weil du immer nur die Menge kaufst, die du auch brauchst. Die Wahl findet jeden Monat statt. Wahllokal ist dein Unverpackt Laden, z.B. Pur – loses & feines, Saarlandstr. 118, 44139 Dortmund. Jeden Tag außer Sonntags von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Logbuch Pur – loses & feines, 15.08.2021

Hallo Leute,

der letzte Eintrag ist ein halbes Jahr her.

Normalerweise war ich alle viertel Jahre gezwungen so einen Aufruf zu starten.

Ich habe es diesmal nicht getan.
Das war wohl ein Fehler.
Es macht aber auch keinen Spaß.
Es fühlt sich ein bisschen so an wie um Almosen zu betteln, obwohl es das ja nicht ist.

Seit Mitte/Ende Mai ist es ganz bitter für uns.
Besonders seit den Lockerungen.

Es kann sich keiner vorstellen.
Die Vorstellung ist:
“Wir waren jetzt lange nicht mehr da.
Wir machen nicht viel während Corona.
Aber jetzt wo die Lockerungen sind, geht’s doch bestimmt ganz gut bei euch?”

Nein, das Gegenteil ist der Fall.
Weil ihr nicht mehr da wart.
Warum?
Ich denke, seit den Lockerungen haben die Menschen Nachholbedarf bei all den Dingen,
die sie nicht mehr tun konnten.
Das ist auch gut.
Es rettet hoffentlich die Gastronomie und andere Branchen.

Wir könnten ja eigentlich dauerhaft stabil dastehen.
Wir haben Lebensmittel – die braucht man immer – wir haben immer geöffnet.

Aber:
Wir haben zwei Probleme.
Lebensmittel gibt es auch (oder: vor allem) im Supermarkt.
Bei uns “muss” man seine Gefäße mitbringen.

Kunden kommen zum ersten oder zweiten mal rein und sagen:
“Ja, ich habe jetzt natürlich nichts dabei”

Wir sagen: “Macht nichts, wir haben Beutel aus Naturpapier, Baumwolle und verschieden Gläser”

Die Antwort ist sehr oft:
“Das habe ich ja eigentlich alles zu Hause”

Wir haben leider ein Problem was das zur Verfügung stellen von gebrauchten Gefäßen angeht.
Wir wissen, dass einige Läden einen Pool haben, wo Kunden Gläser da lassen können und andere
Kunden sich daran bedienen können.
Das sieht so einfach aus, ist es aber nicht.
Wir müssen diese Gläser in einer separaten Spülmaschine (Industriespülmaschine) spülen.
Wir haben einfach keinen Platz dafür.
Wir haben nur eine kleine Auftischmaschine für unser Besteck, etc.
Wir haben einfach keinen Platz dafür.
Es sind nur 9 Quadratmeter Lager.

Dennoch habe ich einiges manuell mit 60 Grad gespült und zur Verfügung gestellt.
Manchmal hat es geholfen.
Oft war aber auch “habe ich eigentlich alles zu Hause”.

Die Rettung ist, den Kopf nur ein kleines bisschen anzuschalten.
Steckt einfach ein, zwei Beutel (Brötchentüten oder was auch immer) in eure Tasche.
Das sollte wie ein Standard sein, wie Taschentücher oder ein Autoschlüssel.

Die Lebensmittelbranche macht seit Corona 20% plus.
Aber ich schwöre euch, das sind nicht wir.
Der Müll hat in Deutschland seit Corona 20% plus.

Der Hinderungsgrund ist für viele tatsächlich, dass ich für den Einkauf im Supermarkt (neben
meiner Einkaufstasche) keine “Verpackungen” mitbringen muss, weil ja alles schon so bequem eingepackt ist?

Natürlich weiß ich auch, dass so Dinge hinzu kommen wie:
Im Supermarkt kann ich alles auf einmal erledigen.
Aber wenn ich Zahnschmerzen habe, gehe ich nicht nur zum Hausarzt, oder?

Und manche haben auch inzwischen weniger Einkommen.

Für die anderen gilt tatsächlich:
Kopf einschalten.
Ein Viertel mit vielen schönen kleinen Läden?
Gerne?
Dann geh hin und wünsche nicht nur “viel Erfolg”.
Die Datteln sind im Internet einen Euro billiger?
Glaube ich nicht.
Ist es Bio, ist es Klasse 1 Ware, sind sie Jumbo oder nur Medium?
Hast du die Versandkosten eingerechnet? Ist das Mandelmus bei Koro Bio?
“Das ist doch bestimmt teuer!”, sagen Leute, die noch nie hier waren.
Es gibt Zahlen, Daten und Fakten.
Mama und Papa Deutschland haben es eingerichtet, dass an jeder Ware der Preis pro 100g oder ml stehen
muss.
Also komm vorbei Augen auf, Kopf an, Preis aufschreiben, vergleichen.
Wir sind bei vielen Artikeln wirklich sogar billiger als das Internet.
Oder auch als im Bioladen.
Unsere Qualität ist sehr hoch.

“Ich gehe zwar zur Zeit nicht hin, aber es läuft bestimmt schon”, gibt es nicht.
Nur bei den ganz Großen.
Die haben aber auch mehr Präsenz und Werbe-Etat.

Unser Segment ist sehr schmal.
Wenn im Supermarkt 20 Kunden am Tag fehlen würden (was nicht so ist),
juckt die das nicht.
Wir gehen pleite.

Bei denen zählt nur Masse.
Stellst du einen großen Laden hin zieht er automatisch mehr Leute.
Wir haben in Sachen Auswahl getan was wir konnten.
Der Gewinn wurde immer wieder reinvestiert.
Wir dürften das größte Sortiment in Unverpacktläden im großen Umkreis haben.
Wir dürften die besten Preise haben.

Von etwas über 400 Unverpacktläden in Deutschland, stehen ca. 100 auf der Kippe.
In dieser Region haben die Unverpacktläden Oberhausen und Iserlohn bereits geschlossen.
Der Unverpacktladen in Recklinghausen hat das Food Programm eingestellt.

Uns laufen jede Menge Waren ab.
Die verkaufen wir unterm Einkaufspreis oder verschenken sie.
Dann ist die Frage, ob man sie nochmal einkauft.
Stell dir vor, es gibt keinen Parboiled Reis mehr.

Ich höre schon: “Die haben ja nicht mal Parboiled Reis”

Wir haben fast 50% weniger Kunden als Anfang Mai.
Davor hielt sich der Laden.
Jetzt machen wir seit drei Monaten Verluste.
Und zwar etwa in der Höhe der Personalkosten.
Wir hatten in loser Folge:
die schlechteste Woche seit sechs Monate nach Eröffnung.
Den viertschlechtesten, drittschlechtesten Freitag, letzten Samstag den schlechtesten Samstag
seit dem dritten Monat nach Eröffnung.

Kreditaufstockung gibt es im Moment nicht.
Der Mikokredit wird gerade neu ausgeschrieben.
Die Sommerferien gehen zu Ende.
Danach dauert es erfahrungsgemäß noch zwei Wochen, bis eine normale Kundenfrequenz wieder da ist.
Dann ist es genau Ende August.
Da steht der Monatswechsel an.
Ich habe noch nicht mal alle Löhne gezahlt.

Am Horizont drohen schon Verschärfungen.
Dann können wir vermutlich wieder nur noch zwei Kunden rein lassen (wenn vielleicht die Kunden zurück kommen).
Es ist ein Teufelskreis.

Die nächste Woche muss es bringen.
Wir haben viele Rechnungen noch nicht bedienen können.

Leute, schaut, es gewinnen gerade nur die Großen.
Kopf einschalten.
Sonst werdet ihr bald nur noch von Groß-Silos mit Drohnen mit “Futter” versorgt.

Macht … nicht….so …eine….große….Sache….daraus. Wir helfen, wir beißen nicht. Wir wissen sogar wie’s geht.
Ich erwarte keine Wunder von jedem Einzelnen. Komm und kauf doch nur eine Kleinigkeit alle paar Wochen, etwas Reis oder Nudeln, oder Öl oder einen Aufstrich, oder was zu Naschen oder eine Zahnbürste oder was zu putzen, oder Seife oder Müsli oder Schokolade oder Früchte, Nüsse oder Bohnen oder Zucker oder Gewürze oder Mehl oder Salz, Getreide oder Brownies oder Hanf, Gemüsebrühe, Essig, oder Kekse, Kuvertüre oder Tee, Kaffee, Kakao oder Weingummi, Shampoo oder Bademilch für’s Baby oder Saft, Sirup oder Soyasoße, oder Olivenöl, Olivenholz, Badesalz, ätherische Öle oder Schokoaufstrich oder Mangomus oder Marmelade oder Tampons, Binden oder Rasierhobel oder Waschmittel oder Natron oder Deo oder ein Buch oder irgendetwas davon als Geschenk z.B.….einen Beutel… Irgendwas von den 700 Produkten wirst du schon gebrauchen können. Mach’ keine Wissenschaft daraus!

Dein Viertel, dein Leben, deine Stadt, dein Leben, deine Welt, dein Leben.
Kommt, rettet das Mutterschiff in Dortmund!!

Rundgang durch unseren Laden mit Produktvorstellungen

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Hier ein virtueller Rundgang mit Google 360 Grad durch unseren Laden

So habt ihr die Möglichkeit ein bisschen virtuell zu stöbern, da es ja in real life zur Zeit etwas eingeschränkt ist.
Wenn ihr vom Handy aus diesen Link mit der Google Map App aufruft, und das Kompass Symbol klickt, könnt ihr durch den Laden schwenken.

https://goo.gl/maps/wFjwRcm1Z5h6eZc1A

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